Expertenkommission Zentrale Orte und Raumstruktur (ZORa)

Der Landesentwicklungsplan Hessen 2000 weist 10 Oberzentren aus, die der überregionalen Versorgung dienen, sowie 95 Mittelzentren für die regionale Versorgung. Weitere 318 Städte und Gemeinden sind als Grundzentren für die Grundversorgung zuständig. Die Siedlungsstruktur des Landes ist unter anderem anhand der Einwohnerdichte dreifach unterteilt in Ländlichen Raum, Ordnungsraum und Verdichtungsraum. Beide Faktoren – die Einstufung in der Zentren-Hierarchie wie auch die Zuordnung zu einem Raumtyp – haben landesplanerische Funktionen und spielen eine Rolle bei der Verteilung der Steuermittel auf die einzelnen Kommunen.

Unter anderem empfiehlt die Kommission, das System der Mittelzentren zu differenzieren, da diese Orte im ländlichen Raum größere Gebiete zu versorgen haben als z.B. im Rhein-Main-Gebiet. Ferner regt sie feste Kooperationen benachbarter Zentren an – etwa in der Gesundheitsversorgung, beim Betrieb von Sportstätten, bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten oder im Öffentlichen Nahverkehr. So können die Orte etwaige Defizite gegenseitig ausgleichen.

Bei der Raumstruktur empfiehlt die Kommission, für den Ländlichen Raum zwei Kategorien einzuführen: „Ländlicher Raum mit Verdichtungsansätzen“ und „Dünn besiedelter Ländlicher Raum“ sowie den Korridor zwischen Fulda und dem Rhein-Main-Gebiet als Entwicklungsachse abzubilden.

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