Interreg Europe 2021-2027

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Ein in 48 Dreiecke aufgeteiltes Rechteck mit sechs senkrechten Farbstreifen von grün über gelb bis blau.

Ziele und geografischer Geltungsbereich

Ziel von Interreg Europe ist der Austausch von Erfahrungen und innovativen Verfahrensweisen in ganz Europa zur Verbesserung der Regionalpolitik. Zentrale Zielgruppen sind nationale, regionale und lokale Behörden und weitere Institutionen des öffentlichen Rechts, z.B. Regierungspräsidien, Landkreise, Städte und Kommunen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Regionalentwicklungsagenturen u.a. Im Focus steht das Lernen von anderen Regionen zur Verbesserung regionaler Politikinstrumente, wie der Verbesserung von Förderprogrammen, der Aufstellung von Maßnahmenplänen und Strategien oder der Anpassung von Gesetzen und Richtlinien. Ein zentrales Ziel ist der Wissensaufbau bei öffentlichen Behörden und Institutionen zur Erhöhung der Effektivität regionaler und lokaler Politikinstrumente, um Europa innovativer, nachhaltiger und integrativer zu gestalten und damit die Lebensqualität für alle Einwohner zu verbessern.

Für das Programm Interreg Europe 2021-2027 steht ein Programmvolumen von 379 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Das Programmgebiet umfasst das gesamte Territorium der Europäischen Union mit den 27 Mitgliedstaaten sowie zusätzlich Norwegen und die Schweiz.

Instrumente und Themenfelder

Im Rahmen des Programms werden zwei Arten von Maßnahmen finanziert:

  • Interregionale Kooperationsprojekte
  • Policy Learning Platform

Rund 90% der Programmmittel sind zur Förderung der interregionalen Kooperationsprojekte vorgesehen.

Das Programm fördert Kooperationsprojekte und das Policy Learning in folgenden sechs Themenfeldern:

  1. Smarter Europe: Forschung und Innovation, Digitalisierung, Wettbewerbsfähigkeit von KMU, S3, Industrie und Unternehmertum, Digitale Konnektivität
  2. Greener Europe: Energie-Effizienz, Erneuerbare Energien, Intelligente Energiesysteme, Klimawandel, Wassermanagement, Kreislaufwirtschaft, Umwelt und biologische Vielfalt, Kohlenstofffreie urbane Mobilität
  3. More connected Europe: Nachhaltiges Verkehrsnetz TEN-V, Nachhaltige Mobilität
  4. More social Europe: Bildung, Soziale Inklusion, Integration von Drittstaatenangehörigen, Gesundheitsfürsorge, Kultur und nachhaltiger Tourismus
  5. Europe closer to the citizens: Integrierte Stadtentwicklung, Integrierte Siedlungsentwicklung außerhalb der Städte
  6. Better regional governance: Politische Steuerung

Antrags- und Teilnahmeberechtigte

  • nationale, regionale und lokale öffentliche Behörden
  • weitere Stellen, die für die Ausarbeitung und/oder Umsetzung der regionalen Entwicklungspolitik zuständig sind
  • Behörden, die für die Entwicklung und/oder Umsetzung der Programme "Investitionen in Beschäftigung und Wachstum" zuständig sind

 

  • Organisationen zur Unterstützung von Unternehmen (Entwicklungsagenturen, Innovationsagenturen, Handelskammern, Cluster usw.)
  • Umweltorganisationen (Umweltagenturen, Energieagenturen, NGOs usw.)
  • Bildungs- und Forschungseinrichtungen (Universitäten, Forschungszentren, usw.)

(die Liste ist nicht abschließend)

Interregionale Kooperationsprojekte / Bewerbung um Projektmittel im Rahmen von Projektaufrufen

Im Rahmen von Projektaufrufen / Calls haben Antragsberechtigte / Projektpartner die Möglichkeit, Projektanträge einzureichen und sich um Programmmittel zu bewerben.

Bei den interregionalen Kooperationsprojekten arbeiten i.d.R. sechs bis zehn öffentliche Akteure und Behörden aus verschiedenen Regionen Europas gemeinsam in Projekten mit regionalpolitischen Aufgabenstellungen zusammen. Ein Partner übernimmt die Funktion des Leadpartners und koordiniert den Projektantrag, stellt die Partnerschaft zusammen und ist – bei erfolgreicher Bewerbung - für die Projektdurchführung verantwortlich.

Hauptzielgruppe bei den Antrags- und Teilnahmeberechtigten sind die für regional- oder kommunalpolitische Maßnahmen und Instrumente verantwortlichen öffentlichen Stellen wie Ministerien, Regierungsbezirke oder Landkreise, Städte und Kommunen sowie weitere für regionale Entwicklungspolitik zuständige Stellen. Weitere Zielgruppen sind die für die Regionalentwicklungspolitik relevanten Akteure, wie z.B. Organisationen zur Unterstützung von Unternehmen, Umweltorganisationen, Bildungs- und Forschungsinstitute und Universitäten; diese müssen, wenn sie nicht selbst für die regional- oder kommunalpolitischen Maßnahmen und Instrumente verantwortlich sind, die verantwortlichen Stellen mit in die Projektbewerbung einbinden.

Interreg Europe strebt bei interregionalen Projekten die Zusammenarbeit von Partnern aus unterschiedlichen Teilen Europas an. Das Programmgebiet wurde in die vier geografischen Gebiete North, East, South und West eingeteilt; Deutschland zählt zu North. Bei einem Projektantrag müssen Projektpartner aus allen vier geografischen Gebieten der EU beteiligt sein.

Das Programm fördert innovative Projektansätze, das heißt die Projektanträge sollen neue Themen behandeln oder über die in der Förderperiode 2014 - 2020 erzielten Ergebnisse und Erkenntnisse hinausgehen. Informationen zu bereits geförderten Projekten sind eingestellt unter: 

Interreg Europe - Sharing solutions for better policyÖffnet sich in einem neuen Fenster

Projektbeschreibungen von geförderten Kooperationsprojekten mit hessischen Partnern werden in Kürze hier auf den Seiten zu finden sein.

Förderfähig sind Personal-, Veranstaltungs- und Reisekosten, externe Expertisen und Ausrüstungskosten. Weiterhin sind Pilotmaßnahmen förderfähig. Die Förderquote beträgt bis zu 80 % bei nationalen, regionalen oder lokalen Behörden sowie anderen Institutionen des öffentlichen Rechts sowie bis zu 70 % bei privaten gemeinnützigen Einrichtungen.

Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre, aufgeteilt in eine Core-Phase von drei Jahren und eine Follow-UP-Phase von einem Jahr. In der Core-Phase steht der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt des Projektes. Die beteiligten Partner identifizieren und diskutieren gemeinsame Herausforderungen, präsentieren „Good practice“-Beispiele, vergleichen ihre bereits angewendeten Maßnahmen und Politikinstrumente (Strategien, Richtlinien, Operationelle Programme etc.) u.a. Ziel ist es, voneinander zu lernen und die jeweiligen Instrumente und Vorgehensweisen zu verbessern, neue Verfahrensweisen zu entwickeln und ggf. in ersten Pilotprojekten zu erproben. In der Follow-UP-Phase erfolgt das Monitoring der anvisierten Ergebnisse.

Ausführliche Informationen zur Teilnahme an interregionalen Kooperationsprojekten sind auf der Programmwebsite von Interreg Europe sowie im Programmhandbuch erhältlich. Mit den Projektaufrufen / Calls werden weitere Informationen zur Teilnahme veröffentlicht.

Projektaufrufe / Calls

Im Rahmen von Interreg Europe 2021-2027 werden voraussichtlich vier Calls durchgeführt.

  • Der erste Projektaufruf wurde vom 5. April bis zum 31. Mai 2022 durchgeführt. Es wurden 134 Projektanträge eingereicht; die Projektauswahl und Genehmigung wird für Dezember 2022 erwartet.
  • Der zweite Projektaufruf ist vom 15. März bis zum 9. Juni 2023 geöffnet. Ab November 2022 starten Informations- und Netzwerkveranstaltungen zum Projektaufruf mit der Möglichkeit, sich online umfassend über Programminhalte zu informieren, sich zu vernetzen und gemeinsam mit Partnern aus ganz Europa neue Projektanträge zu entwickeln.
  • Am 15. März 2023 findet die Vernetzungskonferenz Europe, let´s cooperate als Präsenzveranstaltung in Stockholm, Schweden statt. 

Informationen zu Terminen finden Sie unter Aktuelles.

Ausführliche Informationen zu den Calls erhalten Sie auf der Programmwebsite. Für aktuelle Informationen zu Calls und Informationsveranstaltungen ist die Registrierung für den Interreg Europe Newsletters zu empfehlen.

Ansprechpartner, weitere Informationen

Das Programmsekretariat von Interreg Europe steht für Fragen bei der Antragstellung zur Verfügung und bietet umfängliche Unterstützung an:

Kontakt

Haben Sie noch Fragen oder brauchen Unterstützung?

Programmsekretariat von Interreg Europe

Interreg Europe Secretariat in Lille
45 rue de Tournai, Entrée D
59000 Lille, France
Tel.: +33 (0)328 144 100

 

Ansprechpartnerin in Hessen (HMWEVW)

Dagmar Meinen
Tel: 0611- 815-2968
Dagmar.Meinen@wirtschaft.hessen.de 

Mit der Förderkonferenz „Europa für Hessen – Über Ziele und Chancen in der neuen EU-Förderperiode“ am 4.11.2021 haben die Hessische StaatskanzleiÖffnet sich in einem neuen Fenster und die beteiligten Ministerien über die neuen EU-Förderprogramme zur Struktur- und Kohäsionspolitik, so auch zu Interreg Europe informiert.

Policy Learning Platform

Die Policy Learning Platform bietet einen Zugang zu Wissen und Möglichkeiten zum kontinuierlichen Lernen und will die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Kooperationsprojekten allen Interessierten zugänglich machen, d.h. auch denjenigen, die nicht an Interreg Europe Projekten beteiligt sind. Ziel ist es, insbesondere öffentliche Entscheidungsträger und regionale und lokale Institutionen bei der effektiven Planung und Umsetzung von Maßnahmen auf dem Weg zu einem intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstum zu unterstützen.

Die Plattform bietet über Informationsangebote hinaus die Möglichkeit das Interreg Europe Expertenteam direkt zu kontaktieren und Anfragen zu stellen. Damit will die Plattform dazu beitragen, dass Politikinstrumente weiterentwickelt und neue Lösungen für lokale und regionale Probleme verbreitet, ausprobiert und angewendet werden.

Die Policy Learning Platform bietet einen Raum, in dem Menschen sich online und offline treffen, austauschen, voneinander lernen können und gemeinsam nach besseren Lösungen suchen. Die Plattform umfasst folgende Angebote:

Experten und ausgewählte Fachkollegen aus ganz Europa beraten zu regionalen Herausforderungen. Die Beratung erfolgt in Form von Peer reviews (zweitägiger Austausch online oder vor Ort), Matchmaking sessions (zweistündige Meetings mit Experten) oder über das Policy helpdesk mit einer Online-Anfrage.

Das Interreg Europe Netzwerk umfasst über 20.000 Mitglieder aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft u.a., die sich regelmäßig bei Veranstaltungen, Webinaren, Online-Diskussionen, thematischen Workshops, Netzwerkveranstaltungen u.a. austauschen.

Im Wissenszentrum sind eine Vielzahl von Informationen abrufbar, u.a. alle Erfahrungen aus den Interreg Europe-Projekten, Kurzdossiers, Webinare als Videoaufzeichnung u.a.

Die Best Practice Database ermöglicht den Zugang zu guten Praxisbeispielen für erfolgreiche Maßnahmen und Instrumente aus ganz Europa.

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