Biotopverbund

Die sich durch den Klimawandel verändernden Standortbedingungen und der damit zusammenhängende Artenrückgang bzw. -wechsel erfordern eine Anpassung des regionalen Biotopverbundsystems, um die verstärkt notwendigen Wanderungs- und Austauschbeziehungen zu gewährleisten.

Voraussichtliche Folgen des Klimawandels auf die Artenvielfalt:

Arealverschiebungen, Abwanderung und Einwanderung von Arten aufgrund sich ändernder Standortbedingungen

Handlungsbedarf und Fragestellungen:

Die Folgen des Klimawandels erfordern einen widerstandsfähigen regionalen Biotopverbund, um die verstärkt notwendigen Wanderungs- und Austauschbeziehungen zu gewährleisten. Planerische Sicherung eines Biotopverbunds zur Reduzierung der Verwundbarkeit. Bisheriges Vorgehen bei der Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten für Natur und Landschaft berücksichtigt den Klimawandel nicht ausreichend. In diesem Kontext war die Entwicklung eines Biotopverbundkonzepts geplant, das auch als Fachbeitrag für Regionalpläne dient. Folgende Leitfragen wurden dabei bearbeitet:

  • Welche Biotopkomplexe eignen sich unter Berücksichtigung des Klimawandels besonders zur Vernetzung auf regionaler Ebene?
  • Können Zielarten identifiziert werden, die vom Klimawandel besonders betroffen sind?
  • Kann das Maßnahmenprogramm der EG-Wasserrahmenrichtlinie zum Aufbau eines Biotopverbunds beitragen?
  • Können andere regionalplanerische Freiraumkategorien gezielt zum Aufbau eines Verbundsystems eingesetzt werden (z. B. Aufforstungsflächen, regionaler Grünzug)?
  • Können konsensfähige Maßnahmen zur Reduzierung der Landschaftszerschneidung entwickelt werden?

Methodik:

  • Schutzgebietskulisse als Grundlage (14 % Mittelhessens)
  • Verbund der vom Klimawandel in Hessen besonders bedrohten Lebensräume
  • Identifikation von und Orientierung an repräsentativen Leitarten
  • beispielhafte Betrachtung der Sensitivität ausgewählter Lebensräume bezüglich der Auswirkungen des Klimawandels (z. B. Indikatorensystem des Bundesamts für Naturschutz)

Teilräume:

  • Mittelhessen (mit Übertragbarkeit des Konzepts auf Südhessen)
  • eventuell Erarbeitung spezifischer Fragestellungen zur Sensitivität/Vulnerabilität an kleineren Einheiten

Datenverfügbarkeit:

  • Grunddatenerhebung Natura 2000-Gebiete
  • Biotopentwicklungspotenzial des Bodens (HLUG, Stand 2002)
  • Wildkatzenwegeplan (BUND, 2007)
  • Bundeswildwegeplan (NABU, 2007)
  • Atlas der Wildtierlebensräume und -korridore in Hessen (LJV, 2002)
  • Grünlandbiotope in Mittelhessen (Nowak, 2000)
  • Lahn-Auwald-Konzept (NABU, 1997/2003)
  • diverse Artenhilfskonzepte (FENA)

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