KlimaMORO-Phase 1

Das Projekt unterteilte sich in vier Phasen. In der ersten Phase wurden regionalplanerische Aussagen zu klimarelevanten Themen evaluiert. Im zweiten Modul wurde eine Expertenbefragung durchgeführt, um die Klimafolgerisiken, aber auch die -chancen des Klimawandels in Mittel- und Südhessen besser abschätzen zu können.

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Darstellung Phasen der KlimaMORO-Phase 1

Aufbauend auf der ersten und zweiten Phase wurden Strategien für die Neuaufstellung der Regionalpläne und des Regionalen Flächennutzungsplans zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt. Zum Abschluss des Projekts wurde dann 2011 eine regionale Klimaanpassungstrategie für Mittel- und Südhessen erarbeitet und erste Schritte der Umsetzung absolviert.

1. Bewertung klimarelevanter Aussagen in den Regionalplänen und dem Regionalen Flächnenutzungsplan

In der ersten Projektphase wurden regionalplanerische Aussagen evaluiert. Die Untersuchung diente vor allem dazu, den Vollzug sowie die Datengrundlagen und Regelungskategorien zu vergleichen und auf Defizite zu überprüfen. Es wurde generell untersucht, inwieweit die Aussagen in den Regionalplänen für Mittel- und Südhessen und im Regionalen Flächennutzungsplan für den Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main an den Klimawandel angepasst werden sollten.

2. Abschätzung von regionalen Klimafolgerisiken und -chancen

Im zweiten Modul wurde von der Technischen Universität Darmstadt eine Expertenbefragung durchgeführt, um die Klimafolgerisiken und -chancen in Mittel- und Südhessen besser abschätzen zu können. Dabei wurden Wissenschaftler, Verwaltungsvertreter verschiedener Ebenen und Verbandsvertreter zu den Themenbereichen Hochwasser und Starkregen, Landwirtschaft, Biotopverbund sowie Siedlungsklima befragt. Auch wurde ein übergeordnetes Interview zum Thema Klimawandel in Hessen geführt.

3. Konsequenzen für klimarelevante Aussagen in Regionalplänen

Anfang 2010 wurde die Evaluation (Phase 1) und die Expertenbefragung (Phase 2) fertiggestellt. Aufbauend auf diesen beiden Projektbestandteilen wurden Strategien für die Neuaufstellung der Regionalpläne und des Regionalen Flächennutzungsplans zur Anpassung an die Anforderungen des Klimawandels im Sinne eines raumbezogenen Risikomanagements erarbeitet. Der dritte Arbeitsschritt beschäftigte sich unter anderem mit folgenden Fragestellungen:

  • Sind Reduzierungen, Erweiterungen oder Hochstufungen bestehender Flächenausweisungen notwendig (wie z. B. Vorranggebiete für besondere Klimafunktionen)?
  • Inwieweit ist es sinnvoll, neue Instrumente und Kategorien (wie Risikobereiche) in den Regionalplan einzuführen?

4. Regionale Klimaanpassungsstrategie

In der letzten Projektphase wurde eine gemeinsame, weiterführende Entwicklungsstrategie zur Klimaanpassung für Mittel- und Südhessen erarbeitet und erste Schritte der Umsetzung absolviert. Dabei orientieren sich die umsetzungsbezogenen Maßnahmen an den Schwerpunktthemen (Siedlungsklimaschutz, Hochwasserschutz, Landwirtschaft und Biotopverbund). Es wurden unter anderem folgende Fragen behandelt:

  • Wie soll mit den Risiken umgegangen werden, die durch den Klimawandel entstehen?
  • Bedarf es eines regionalen Verantwortlichen für Klimaanpassung?
  • Wie können die regionalen Akteure trotz der Unsicherheitsbandbreite zur Vorsorge bewegt werden? Welche Kommunikations- und Informationsformen eignen sich dafür?

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