Interreg EUROPE

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Geografischer Bereich Interreg Europe

Ziele und geografischer Geltungsbereich

Ziel von Interreg Europe ist die Förderung einer ausgewogenen Regionalentwicklung. Mit dem Schwerpunkt auf Verbesserung von regionalen Politikinstrumenten und Förderprogrammen soll der wirtschaftliche, soziale und territoriale Zusammenhalt in Europa gestärkt werden. Interreg Europe wird auch als das europäische „Policy-Learning“-Programm für öffentliche Akteure und Behörden bezeichnet. Das Programmgebiet umfasst das gesamte Territorium der Europäischen Union mit ihren 28 Mitgliedstaaten und zusätzlich Norwegen und die Schweiz.

Instrumente und Handlungsfelder

Für die Weiterentwicklung von regionalpolitischen Maßnahmen nutzt Interreg Europe zwei Instrumente:

Das Programm hat vier thematische Handlungsfelder:

  1. Forschung und Innovation
  2. Wettbewerbsfähigkeit von KMU
  3. CO2-emissionsarme Wirtschaft
  4. Umwelt- und Ressourcenschutz

Interregionale Kooperationsprojekte – das Kerninstrument von Interreg Europe

Bei interregionalen Kooperationsprojekten arbeiten mindestens drei öffentliche Akteure und Behörden aus verschiedenen Regionen Europas gemeinsam in Projekten mit regionalpolitischen Aufgabenstellungen zusammen. Sie identifizieren und diskutieren gemeinsame Herausforderungen, präsentieren regionale „Good practice“-Beispiele und vergleichen ihre bereits angewandten Politikinstrumente (Strategien, Richtlinien, Operationelle Programme etc.) und entwickeln diese fort.

Teilnehmen können nationale, regionale oder lokale Behörden, Einrichtungen des öffentlichen Rechts wie z.B. Agenturen für Regionalentwicklung, Einrichtungen zur Unterstützung der Wirtschaft, Hochschulen und private Organisationen ohne Gewinnerzielungsabsicht. Ein Leadpartner übernimmt die Federführung für die Projektkonzeption und –durchführung. Die Laufzeit beträgt i.d.R. drei bis fünf Jahre. Die förderfähigen Projektaktivitäten werden je nach Rechtsform des Projektpartners zu 75 % oder 85 % kofinanziert.

Im Rahmen von Projektaufrufen (engl. Calls) erhalten Antragsteller / Projektpartner die Möglichkeit, Projektanträge einzureichen und sich um Programmmittel zu bewerben.

Folgende Calls wurden durchgeführt:

  • 1. Call - 22. Juni bis zum 31. Juli 2015
  • 2. Call - 5. April bis 13. Mai 2016
  • 3. Call - 1. März bis 30. Juni 2017
  • 4. Call - 7. Mai bis zum 22. Juni 2018

Mit dem 4. Call wurden die Programmmittel für Kooperationsprojekte vollständig gebunden. Ergebnisse und Erkenntnisse aus den genehmigten Kooperationsprojekten werden in die Policy Learning Platform eingestellt und allen interessierten Nutzern zugänglich gemacht.

Weitere Calls sind vorgesehen für die Durchführung von Peer Reviews. Bei diesem Verfahren besuchen ausgewählte Fachkollegen – peers - aus ganz Europa die Gastgeberregion und informieren sich vor Ort über die Fragestellung der Gastgeberregion und geben hierzu Empfehlungen und diskutieren Lösungsansätze.
Ausführliche Informationen erhalten Sie unter: https://www.interregeurope.eu/peer-review/

Die Policy Learning Platform – Das neue Instrument von Interreg Europe

Mit der Policy Learning Platform sollen über die bei Projekten mitwirkenden Partner hinaus viele weitere in der Regionalentwicklung tätige Akteure und politische Entscheidungsträger von dem erarbeiteten Wissen in den Projekten und von vielen weiteren Informationen profitieren. Zielgruppen sind sowohl Gemeinden, Städte, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, private gemeinnützige Organisationen u.a. wie auch die Verwaltungsbehörden von Strukturfondsprogrammen. Die Plattform wird von einem programmeigenen Expertenteam betrieben und bietet über Informationsangebote und Good Practices hinaus die Möglichkeit, auch direkt mit dem Interreg Europe Expertenteam in Kontakt zu treten und Anfragen zu stellen. Damit will die Plattform dazu beitragen, dass Politikinstrumente weiterentwickelt und effektiver gestaltet werden und dass neue Lösungen für lokale und regionale Probleme verbreitet, ausprobiert und angewendet werden.

Der Leitfaden „Von Erfahrungen aus ganz Europa profitieren – Die Policy Learning Platform von Interreg Europe" gibt einen praxisorientierten Überblick zu Inhalten und Möglichkeiten der Plattform und enthält viele Beispiele und Links zu abrufbaren Inhalten und zu Projekten zum „Reinklicken“.

Interregionale Kooperationsprojekte

Im Rahmen von vier Calls wurden insgesamt 258 Projekte genehmigt. Die Verteilung nach Handlungsfeldern stellt sich wie folgt dar:

  • Forschung und Innovation - 65 Projekte
  • Wettbewerbsfähigkeit von KMU - 66 Projekte
  • CO2-emissionsarme Wirtschaft - 60 Projekte
  • Umwelt- und Ressourcenschutz – 67 Projekte  

Partner aus Hessen wirken bei neun Interreg Europe-Projekten mit; Informationen zu den Projekten und zu den hessischen Partnern erhalten Sie hier.

Informationen zu allen genehmigten Interreg Europe-Projekten erhalten Sie unter https://www.interregeurope.eu/discover-projects/

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